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Wieder Andachten in Frauenkirche: Schritte zur Normalität

Dresdner Frauenkirche. Foto: Sebastian Kahnert/dpa-Zentralbild/dpa/Archivbild
Dresdner Frauenkirche. Foto: Sebastian Kahnert/dpa-Zentralbild/dpa/Archivbild

Nach fast zweijähriger Pause sind wieder Morgenandachten auf der Kuppel der Dresdner Frauenkirche möglich. Erstmals an diesem Samstag können maximal 25 Menschen in der Frühe die 283 Stufen zur Aussichtsplattform aufsteigen und in 67 Metern Höhe beten und singen, wie die Stiftung Frauenkirche am Mittwoch mitteilte. Interessierte müssen sich im Pfarrbüro anmelden. Sie brauchen einen negativen Corona-Test oder den Nachweis einer vollständigen Impfung oder Genesung.

Zwei weitere Andachten im Morgengrauen sollen nach Angaben der Stiftung im August und September folgen. Zudem sind ab Juli auch wieder ökumenische Abendgebete und abendliche Andachten sowie Kirchenführungen möglich. Für alle Veranstaltungen gelten Maskenpflicht und Abstandsgebot.

Damit normalisiere sich das Leben in der Frauenkirche weiter, sagte Pfarrer Markus Engelhardt. Sie werde «Schritt für Schritt» wieder zum offenen Gotteshaus, «als das es die Menschen kennen und schätzen». Seit dem ersten Lockdown 2020 war der Zugang wegen der Corona-Pandemie beschränkt.

Die Idee zu den Morgenandachten geht auf den Bericht des Evangelisten Markus in der Bibel zurück, nach dem sich Jesus in aller Frühe an einen «einsamen Platz» zum Beten zurückzog. Seit 2012 kam dazu an Sommer-Tagen um 6 Uhr eine spontane Gemeinde von 40 bis 65 Menschen in der Laterne auf der mächtigen Sandsteinkuppel zusammen - zuletzt im September 2019.

Quelle: dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH