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Wettkämpfe wieder mit Publikum: Freude bei Sportvereinen

17.07.2020 von

Foto: Barbara Klepsch (CDU), Ministerin für Kultur und Tourismus in Sachsen, spricht. Foto: Jan Woitas/dpa-Zentralbild/dpa/Archivbild

Freude beim Landessportbund über die Lockerungen für den Freizeit- und Breitensport: Damit sei ein Großteil der coronabedingten Einschränkungen aufgehoben, sagte Präsident Ulrich Franzen der Deutschen Presse-Agentur. Der Verband appellierte zugleich an alle Sportvereine, sich weiter an die Hygieneregeln zu halten. «Nur wenn wir auch in Zukunft verantwortungsvoll und mit der notwendigen Disziplin vorgehen, können wir hoffentlich zu einem Vereinsleben wie vor der Corona-Zeit zurückkehren.» Weitere Öffnungen hätten nur bei geringen Infektionszahlen Bestand.

Nach Angaben des Landessportbundes erfordern die Vielfalt des Sports und der verschiedenen Sportstätten jeweils spezielle Betrachtungen der Vorgaben. «Das Erarbeiten eines individuellen Hygienekonzeptes ist somit sehr wichtig, aber natürlich auch aufwendig», so Franzen. Die Vereine würden umfassend informiert. Ob gerade kleinere Vereine in naher Zukunft auf Publikum verzichten, könne derzeit nicht eingeschätzt werden. Im Landessportbund Sachsen sind aktuell rund 675 000 Mitglieder in mehr als 4400 Sportvereinen organisiert.

Mit der neuen Corona-Schutzverordnung, die ab 18. Juli bis Ende August gilt, sind im Breiten- und Freizeitbereich Sportwettkämpfe wieder mit Publikum möglich. Bis zu 1000 Besucher dürfen dann wieder bei Spielen und Wettkämpfen zuschauen - aber nur mit genehmigtem Hygienekonzept und wenn die Nachverfolgung der Kontakte gesichert ist. Liegt die Zahl der Besucher bei weniger als 50, kann auf die Auflagen verzichtet werden. Vom 1. September an sollen in Sachsen sogar Großveranstaltungen mit mehr als 1000 Besuchern unter Auflagen zugelassen werden - nicht nur im Sport, sondern auch in der Kultur. Damit geht der Freistaat bundesweit voran.

«Angesichts der konstant niedrigen Infektionszahlen können wir uns mit den richtigen Hygienekonzepten wieder an große Veranstaltungen wagen», sagte Kulturministerin Barbara Klepsch (CDU). Um diese in Corona-Zeiten so gut wie möglich umsetzen zu können, plant Sachsen gemeinsam mit der Universität Halle-Wittenberg eine Studie zum Übertragungsrisiko bei Großveranstaltungen mit 4000 Teilnehmern, die noch vor September vorgestellt werden soll. Der Freistaat unterstützt die Studie mit gut 400 000 Euro. Großveranstaltungen und Festivals seien für den Neustart des Tourismus essenziell, betonte Klepsch. «Feste, Konzerte, Festivals und Märkte sind wichtige Anlässe für Tagestouristen oder eine Reise nach Sachsen.»

Ab dem Wochenende dürfen die Sachsen auf Volksfesten und Jahrmärkten mit bis zu 1000 Besuchern feiern - unter Auflagen. Bei Veranstaltungen in Theatern, Kinos, Zirkussen, Opernhäusern, Kirchen und Kongresscentern darf der Mindestabstand von 1,50 Meter bei entsprechenden Konzepten unterschritten werden. Zudem dürfen Tanzvereine und Tanzschulen wieder Veranstaltungen organisieren. Mundschutz, Abstandsregeln und Kontaktbeschränkungen bleiben allerdings auch in den Sommerferien bestehen.

Inhalt: dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Bilder: Barbara Klepsch (CDU), Ministerin für Kultur und Tourismus in Sachsen, spricht. Foto: Jan Woitas/dpa-Zentralbild/dpa/Archivbild

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