Beim gemeinsamen Polizei-Abhörzentrums von fünf ostdeutschen Bundesländern gibt es nach Angaben des Thüringer Innenministeriums IT-Probleme und weiteren Zeitverzug. Zudem ist bisher erst etwa die Hälfte der geplanten Stellen besetzt, wie aus einer Antwort des Ministerium auf eine Anfrage des CDU-Landtagsabgeordneten Raymond Walk hervorgeht. Das Abhörzentrum, das Dienstleistungen für die Polizeien der fünf Länder bei der Bekämpfung schwerer Kriminalität erbringen soll, war bereits 2017 per Staatsvertrag auf den Weg gebracht worden.
Sitz des Gemeinsamen Kompetenz- und Dienstleistungszentrums (GKDZ) ist Leipzig. Daran beteiligt sind neben Thüringen auch Sachsen, Sachsen-Anhalt, Brandenburg und Berlin.
Der Innenpolitiker der CDU-Fraktion, Raymond Walk, übte Kritik an der schleppenden Umsetzung des Länderprojekts. «Gegen den Aufbau des GDKZ verlief die Fertigstellung des Berliner Flughafens im Eiltempo», sagte er der Deutschen Presse-Agentur. Im besten Fall sei die Arbeitsfähigkeit des Abhörzentrums 2024 hergestellt.