Hakenkreuze und Aufkleber an Hausfassaden, verbotene Parolen, Schüler in Angst: Das Gedankengut der rechtsextremen Szene ist in der Lausitz-Stadt Spremberg zunehmend bemerkbar. Jetzt dürfe nicht länger darüber geschwiegen werden - auch wenn es dem Ansehen schade, sagt die parteilose Bürgermeisterin Christine Herntier. Sie wandte sich deshalb in einem Schreiben an die Bürger.
Die rechtsextremen Umtriebe hätten in Spremberg im Laufe des Jahres dramatisch zugenommen, sagt sie der Deutschen Presse-Agentur. Zuvor berichtete der RBB darüber. Herntier ist besorgt: «Heute kleben sie Sticker, was machen sie morgen?»
Die Stadt mit knapp 22.000 Einwohnern, die sich auch «Perle der Lausitz» nennt, liegt in einer Bergbau-Region. Die Lausitz steckt wegen des Abschieds von der Braunkohle bis 2038 im Wandel - es geht um die Energiewende, neue Unternehmensansiedlungen und Arbeitskräfte.