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Schweinepest: Grundstücksbesitzer werden bei Zaunbau belohnt

30.09.2020 von

Foto: Petra Köpping (SPD), Sozialministerin von Sachsen. Foto: Robert Michael/dpa-Zentralbild/dpa/Archivbild

Sachsen will sich mit festen Zäunen vor der Afrikanischen Schweinepest schützen und dabei Grundstückbesitzer für ihre Mithilfe belohnen. «Wir werden den Eigentümern auch anbieten, dass sie für die Maßnahmen, die wir auf ihren Grundstücken durchführen, durchaus auch eine Art Entschädigung bekommen», sagte Gesundheitsministerin Petra Köpping (SPD) am Mittwoch im Landtag. Betroffene sollten pro Quadratmeter eine Summe erhalten, wenn sie ihr Einverständnis erklären. Eine genaue Summe nannte Köpping nicht.

Zugleich sah sie den Bund in der Pflicht. Er müsse die gesetzlichen Voraussetzungen schaffen, um solche präventiven Maßnahmen zu ermöglichen - auch wenn die Eigentümer der Fläche nicht freiwillig zustimmt. Momentan sei man noch auf die Bereitschaft der Eigentümer angewiesen. Nach Angaben von Köpping hat sich Sachsen bereits 25 Kilometer Festzaun besorgt.

Köpping zufolge geht es darum, den Ausbruch der Schweinepest in Sachsen so lange wie möglich zu verhindern. Ob das gänzlich gelinge, müsse man abwarten: «Wir sind immer noch in der Phase, wo wir keinen Krisenstab eingerichtet haben.» Es gebe aber eine täglich Abstimmung mit den Landkreisen Bautzen und Görlitz. Sachsen hatte bereits im Frühjahr für rund 900 000 Euro einen 128 Kilometer langen, mobilen Schutzzaun an der Grenze zu Polen errichtet. Laut Köpping funktioniert er, andere Wildtiere könnten die Barriere passieren.

Im benachbarten Brandenburg hat sich die Schweinepest unterdessen ausbreitet. Am Mittwoch wurde ein Fall amtlich bestätigt, der außerhalb der bisher gefährdeten Gebiete lag. Nach Angaben von Köpping ist Sachsen derzeit noch 60 Kilometer vom Seuchenherd in Brandenburg entfernt. Mit Blick auf Polen seien es nur wenige Kilometer. Allerdings liege die Neiße dazwischen.

Inhalt: dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Bilder: Petra Köpping (SPD), Sozialministerin von Sachsen. Foto: Robert Michael/dpa-Zentralbild/dpa/Archivbild

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