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Kunstwerk von Cragg zieht ins Erzgebirge

Der Kunstpfad «Purple Path» erhält nach seinem Auftakt im August bereits weiteren Zuwachs. Dazu haben die Macher der Kulturhauptstadt Europas 2025 eine schwergewichtige Arbeit des Bildhauers Tony Cragg ins Erzgebirge geholt.

Die fast vier Meter hohe und drei Tonnen schwere Bronze-Skulptur «Stack» des Bildhauers Tony Cragg ziert fortan den Kurpark von Bad Schlema im Erzgebirge. Die Arbeit von 2019 wird am Samstagnachmittag eingeweiht und Teil des «Purple Path» - eines Kunst- und Skulpturenparcours zur Kulturhauptstadt Europas 2025. In ihrer Form erinnere sie an die Darstellung aufgeworfener Erde auf der mittleren Tafel des Annaberger Bergaltars aus dem 16. Jahrhundert, verdeutlichte Kurator Alexander Ochs den Bezug in die Region. Die Skulptur steht in der Nähe eines ehemaligen Schachtes, wo einst Uran für die Sowjetunion aus der Tiefe geschlagen wurde.

Der Bildhauer Tony Cragg, 1949 im englischen Liverpool geboren, lebt und arbeitet in Wuppertal (Nordrhein-Westfalen). Er hat viele Jahre an der Düsseldorfer Kunstakademie gelehrt und war mit seinen Arbeiten auf internationalen Kunstschauen vertreten. Mit seiner Stiftung betreibt er den renommierten Skulpturenpark Waldfrieden in Wuppertal, wo neben eigenen Arbeiten auch Werke anderer bedeutender Künstler gezeigt werden.

Der «Purple Path» zählt zu den Leuchtturmprojekten der Europäischen Kulturhauptstadt 2025 und soll mit internationaler Kunst Interessierte ins Umland von Chemnitz locken. Daran beteiligen sich 38 Kommunen. Geplant sind mehr als 70 Skulpturen und Installationen von Künstlern aus mehr als 40 Nationen.

Der Auftakt dafür war Mitte August mit der Enthüllung der Arbeit «Include me out» des aus Sachsen stammenden Bildhauers und Malers Friedrich Kunath. Noch dieses Jahr sollen weitere Kunstwerke folgen, etwa von Richard Long, Tanja Rochelmeyer und Carl Emanuel Wolff.

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