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Dynamo Dresden unterstützt ukrainischen Spieler aus Mariupol

Das Vereinslogo von Dynamo Dresden ist auf einer Eckfahne vor der Tribüne im Stadion zu sehen. / Foto: Jan Woitas/dpa-Zentralbild/dpa/Archivbild
Das Vereinslogo von Dynamo Dresden ist auf einer Eckfahne vor der Tribüne im Stadion zu sehen. / Foto: Jan Woitas/dpa-Zentralbild/dpa/Archivbild

Dynamo Dresden unterstützt den vom Krieg geflüchteten ukrainischen Fußballer Kyrylo Melitschenko vom FK Mariupol. Der Zweitligist organisierte für den 21 Jahre alten Rechtsverteidiger einen Flug nach Dresden, besorgte eine Wohnmöglichkeit sowie einen Dolmetscher für Behördengänge. Am Freitag trainierte Melitschenko dann erstmals bei Dynamo mit, wenn zunächst auch nur individuell mit Co-Trainer Heiko Scholz und Athletiktrainer Matthias Grahé. Das teilte der Verein mit. Melitschenko hält sich bei Dynamo nur fit, ist kein Probespieler und wird nicht zum Einsatz kommen.

Bis zum Saisonabbruch war Melitschenko Stammspieler beim ukrainischen Erstligisten Mariupol. Die Spielstätte und das Trainingsgelände seines Clubs sind nahezu vollständig zerstört. Die Hafenstadt Mariupol gehört zu den am stärksten vom Kriegsgeschehen betroffenen Regionen der Ukraine.

«Wir möchten Kyrylo Melitschenko dabei unterstützen, sich fit zu halten, um nach dem hoffentlich baldigen Ende des Krieges seine gerade erst so richtig begonnene Karriere fortsetzen zu können», sagte Dynamos Sportgeschäftsführer Ralf Becker und fügte an: «In dieser Situation sind wir alle gefordert, den Ukrainerinnen und Ukrainern im Rahmen unserer Möglichkeiten zu helfen.»

Der junge Ukrainer, der im Januar 2021 aus der zweiten Mannschaft von Schachtar Donezk nach Mariupol gewechselt war, absolvierte bislang 32 Spiele in der höchsten ukrainischen Spielklasse. Sein Vertrag beim FK Mariupol behält Gültigkeit. Ein vom Fußball-Weltverband Fifa initiierter sowie vom Deutschen Fußball-Bund (DFB) und der Deutschen Fußball Liga (DFL) unterstützter Beschluss ermöglicht es entsprechenden Spielern, sich fernab des Kriegsgebietes fitzuhalten und vorübergehend am Trainingsbetrieb anderer Profimannschaften teilnehmen zu können.

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