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Behörde will Geflüchtete überzeugen: Landkreis-Unterbringung

Behördensprecher Holm Felber. / Foto: Arno Burgi/dpa-Zentralbild/dpa/Archivbild
Behördensprecher Holm Felber. / Foto: Arno Burgi/dpa-Zentralbild/dpa/Archivbild

Die Landesdirektion Sachsen (LDS) will Flüchtlinge aus der Ukraine für eine Unterbringung in den Landkreisen werben. Wie Behördensprecher Holm Felber am Dienstag auf Anfrage sagte, gelte es hierbei Überzeugungsarbeit zu leisten. «Wir müssen die Betroffenen davon überzeugen, dass sie nicht nur in Großstädten gut aufgehoben sind.» Eine erfolgreiche Integration sei auch im ländlichen Raum möglich. Aufgrund der Wohnungsknappheit in den großen Städten sei es erforderlich, Flüchtlinge auch in Klein- und Mittelstädten unterzubringen.

Felber räumte ein, dass es bei manchen Geflüchteten Widerstände gibt, aus Großstädten wegzuziehen. Die Erstaufnahmeeinrichtungen für Flüchtlinge in den Metropolen seien aber keine Dauerlösung, sondern nur für einen Kurzaufenthalt gedacht. Sie würden lediglich als Puffer für die weitere Verteilung wirken. Die erforderliche Infrastruktur etwa mit Kinderbetreuung und Sprachkursen sei auch in den Landkreisen vorhanden.

LDS-Präsidentin Regina Kraushaar hatte schon früher darauf aufmerksam gemacht, dass Ukraine-Flüchtlinge einer Unterbringung in den Großstädten den Vorzug geben. Das hänge nicht nur damit zusammen, dass es in Chemnitz, Dresden und Leipzig eine größere Community von Ukrainern geben, sagte sie. Manche Vertriebene hätten auch die Befürchtung, später einmal nicht schnell genug in die Heimat zurückkehren zu können, wenn sie erst einmal im ländlichen Raum wohnen.

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