Die Internationalen Tage Jüdischer Musik sollen Ende November in Berlin, Sachsen und Mecklenburg-Vorpommern ein Zeichen gegen Antisemitismus setzen. Geplant seien Veranstaltungen etwa in Heringsdorf auf Usedom, in Berlin oder Görlitz, wie die Organisatoren am Dienstag mitteilten.
«Dieses Musikfestival ist wichtiger denn je», betonte der Antisemitismusbeauftragte der Bundesregierung, Felix Klein. «Mit jeder einzelnen Veranstaltung zu jüdischem Leben, ob im Bildungs- oder Kulturbereich, zeigen wir ein Stück Verantwortung für unsere Geschichte, aber auch ganz besonders unsere Empathie für die Jüdinnen und Juden, die heute mit uns leben.»
Nach einem ersten Konzert am 27. November in der Alten Synagoge in Stavenhagen an der Mecklenburgischen Seenplatte, wird am 28. November in Heringsdorf der Dokumentarfilm «We Want The Light» (deutsch: Wir wollen das Licht) gezeigt, gefolgt von einem Gespräch mit dem jüdischen Journalisten und Musikexperten Norman Lebrecht. In Berlin sollen am 29. November Lieder jüdischer Pioniere aus den Hachschara-Stätten Nazi-Deutschlands der 1930er Jahre erklingen. In diesen Stätten bereiteten sich Juden auf ein Leben in Palästina vor. Abschluss ist ein Konzert am 30. November in der Synagoge Görlitz.