Im Zuge eines Kunstprojekts zum 75. Jahrestag der Zerstörung Dresdens im Zweiten Weltkrieg rollen bis zum 16. Februar auffällige Betonskulpturen durch die Stadt. Die 17 von der dänischen Künstlerin Marit Benthe Norheim geschaffenen «Rolling Angels» werden immer wieder ihren Standort wechseln - auf Brettern mit Rollen. «Sie symbolisieren Hoffnung, Frieden und Trost», sagte die Künstlerin zum Projektauftakt am Mittwoch vor dem Kulturpalast.
Die Engel als Boten der Sorge um Zukunft und Vergangenheit sollen sich unter die Menschen mischen. Zwei der Figuren, «Der Tragende» und «Der Sorgende», hat Norheim für Dresden geschaffen, sie werden nach Projektende in der Elbestadt bleiben. Der norwegische Komponist Geir Johnson hat die Skulpturen zum Klingen gebracht - mit einer auf zirpenden Geräuschen von Insekten basierenden Soundinstallation.
Rund um den 13. Februar werde auch daran erinnert, dass «wir fast ein Dreivierteljahrhundert in Frieden leben und keinen Krieg kennen», sagte Dresdens Oberbürgermeister Dirk Hilbert (FDP). Das sei nicht selbstverständlich angesichts von zunehmendem Hass und Rassismus, auch gegenüber jüdischen Mitbürgern. «Wir müssen sehr wachsam sein», mahnte er. Die Stadtgesellschaft werde das nicht zulassen - und alle sollten daran mittun.