Im Prozess gegen den mutmaßlichen Attentäter vom Holocaust-Mahnmal in Berlin haben Polizisten von der Begegnung mit dem Angeklagten wenige Stunden nach der Tat berichtet. Der 19-Jährige sei mit erhobenen Händen auf Einsatzkräfte zugegangen, habe sich gestellt und zugegeben, für den beinahe tödlichen Angriff auf einen spanischen Besucher der Gedenkstätte verantwortlich sei, sagten Beamte vor dem Berliner Kammergericht.
Angeklagt ist ein junger Syrer, der am 21. Februar dieses Jahres aus Leipzig nach Berlin gereist sein soll, um Juden zu töten, so die Bundesanwaltschaft. Im Stelenfeld des Mahnmals unweit des Brandenburger Tors habe er einen inzwischen 31-jährigen Mann durch einen 14 Zentimeter langen Schnitt an der Kehle lebensgefährlich verletzt.