Die Linke rätselt über die Impfmüdigkeit der Sachsen in der Corona-Pandemie. Am Mittwoch veröffentlichte die Partei eine Grafik zu den Bundesländern mit der jeweils höchsten und niedrigsten Impfquote in Deutschland - aufgeteilt nach diversen Krankheiten. Dabei zeigt sich eine verkehrte Impfwelt. Denn während die ostdeutschen Länder ansonsten fast ausnahmslos führend sind, hinken sie bei der Corona-Schutzimpfung deutlich hinterher.
«Wir im Osten haben bei vielen Impfungen die Nase vorn. Das ist auch gut so: Impfen ist medizinischer Fortschritt und schützt Leben und Gesundheit, sagte die Landesvorsitzende der Linken, Susanne Schaper, der Deutschen Presse-Agentur in Dresden. Die hohen Impfquoten bei vielen Erwachsenen seien sicher auch Ergebnis des forcierten Impfens im Osten vor 1989. «Geschadet hat uns das nicht, im Gegenteil: Die Kinderlähmung beispielsweise war schneller besiegt als in Westdeutschland.
Ausgerechnet bei Corona sind wir abgeschlagen, gerade auch in Sachsen» stellte Schaper, eine gelernte Krankenschwester, fest. Das könne man nicht mit einer einfachen Formel erklären. Denn dafür, warum Menschen sich nicht impfen lassen, gebe es verschiedene Gründe.