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Kretschmer dankt Ärzten: Spatenstich in Uniklinik

Michael Kretschmer (CDU), Ministerpräsident von Sachsen. Foto: Sebastian Kahnert/dpa-Zentralbild/dpa/Archivbild
Michael Kretschmer (CDU), Ministerpräsident von Sachsen. Foto: Sebastian Kahnert/dpa-Zentralbild/dpa/Archivbild

Der sächsische Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) hat den Medizinern für ihren Einsatz in der Corona- Pandemie gedankt. Sie hätten in den vergangenen 14 Monaten Beispielloses geleistet, sagte er am Montag beim Spatenstich für das «Zentrum für seelische Gesundheit» am Universitätsklinikum Dresden. Man wäre nicht so durch diese Zeit gekommen, wenn es nicht die vielen Menschen gegeben hätte, die sich über ihre eigentliche Arbeit hinaus so engagierten. Im letzten Drittel der Pandemie sei es nun am wichtigsten, die Kraft - auch die psychische Kraft - nicht zu verlieren.

Kretschmer erinnerte daran, dass es in der Pandemie auf jeden ankommt. 100 bis 200 Menschen würden ausreichen, um über einen längeren Zeitraum die Intensivstationen an ihre Belastungsgrenze zu bringen: «Kleinste Änderungen im Verhalten der Bevölkerung sorgen für eine Veränderung des Infektionsgeschehens, sorgen dafür, dass eine Situation unter Kontrolle bleibt oder außer Kontrolle gerät.» Es gebe auch Medizinier, die die Regierung gern beraten, aber nicht in der Öffentlichkeit stehen wollen, weil sie im Anschluss Anfeindungen ausgesetzt sind und Angst um ihre Familie haben. «Dafür habe ich alles Verständnis (...). Aber es ist eben so, wir dürfen nicht schweigen, sondern wir müssen die Dinge aussprechen.»

Das «Zentrum für seelische Gesundheit» soll neben der Psychiatrie auch ein Zentrum für gesundes Altern, das Institut für klinische Chemie, das Institut für Mikrobiologie und Virologie sowie Labore aufnehmen. Nach Angaben von Michael Albrecht, Medizinischer Vorstand des Dresdner Universitätsklinikums, fördert Sachsen das Projekt mit 85 Millionen Euro. Die Uniklinik steuerte 10 bis 15 Millionen Euro aus Eigenmitteln bei. 2025 soll das Zentrum bezugsfertig sein.

Kretschmer warb für mehr Offenheit hinsichtlich psychischer Erkrankungen. Es handle sich oft um Krankheitsbilder, die man nicht erkenne und über die Betroffene nicht sprechen wollen. Sie hätten Angst, in der Bevölkerung stigmatisiert zu werden. Deshalb sei es wichtig, Offenheit zu erzeugen und psychische Erkrankungen wie jede andere Erkrankung zu betrachten. Gerade in einer Welt, die immer hektischer werde und den Menschen immer mehr abverlange, würden diese Erkrankungen zunehmen.

Quelle: dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH