Der sächsische Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) hat den Medizinern für ihren Einsatz in der Corona- Pandemie gedankt. Sie hätten in den vergangenen 14 Monaten Beispielloses geleistet, sagte er am Montag beim Spatenstich für das «Zentrum für seelische Gesundheit» am Universitätsklinikum Dresden. Man wäre nicht so durch diese Zeit gekommen, wenn es nicht die vielen Menschen gegeben hätte, die sich über ihre eigentliche Arbeit hinaus so engagierten. Im letzten Drittel der Pandemie sei es nun am wichtigsten, die Kraft - auch die psychische Kraft - nicht zu verlieren.
Kretschmer erinnerte daran, dass es in der Pandemie auf jeden ankommt. 100 bis 200 Menschen würden ausreichen, um über einen längeren Zeitraum die Intensivstationen an ihre Belastungsgrenze zu bringen: «Kleinste Änderungen im Verhalten der Bevölkerung sorgen für eine Veränderung des Infektionsgeschehens, sorgen dafür, dass eine Situation unter Kontrolle bleibt oder außer Kontrolle gerät.» Es gebe auch Medizinier, die die Regierung gern beraten, aber nicht in der Öffentlichkeit stehen wollen, weil sie im Anschluss Anfeindungen ausgesetzt sind und Angst um ihre Familie haben. «Dafür habe ich alles Verständnis (...). Aber es ist eben so, wir dürfen nicht schweigen, sondern wir müssen die Dinge aussprechen.»