In den sächsischen Kurorten schwächeln die Besucherzahlen weiter und haben bislang nicht das Vor-Corona-Niveau erreicht. Voriges Jahr zählten die acht wichtigsten Gesundheitsbäder im Freistaat im Bereich Bad und Sauna 1,27 Millionen Besucher, wie eine Umfrage des Sächsischen Heilbäderverbandes für die Deutschen Presse-Agentur zeigt. Das seien nur 91 Prozent der Gäste, die 2019 erreicht wurden. «Die Gesundheitsbäder sind das wirtschaftliche Herz der Kurorte», sagt Geschäftsführer Helfried Böhme. Dieser Bereich sei in den Corona-Jahren besonders «arg gebeutelt» worden. Zu den sogenannten Gesundheitsbädern in den Kurorten gehören neben Bade- und Saunalandschaften meist auch Therapie- und Wellnessbereiche.
Die Kurorte entwickeln sich der Erhebung des Verbandes zufolge sehr unterschiedlich. In Bad Brambach im Vogtland gingen die Besucherzahlen in den vergangenen drei Jahren geradezu durch die Decke. 2023 konnte das Sächsische Staatsbad diese um 196 Prozent im Vergleich zu 2019 steigern. Das ist laut Böhme vor allem dem neuen Radon-Therapiezentrum im Ort geschuldet, das in der Corona-Zeit gebaut und eingeweiht wurde. Der neue Therapietrakt ermögliche einerseits die Aufnahme von mehr Gästen. Andererseits scheine Radon als Behandlungsmethode beliebt. «Radon scheint etwa bei Schmerzen gut Linderung zu bringen.»