Nach der Absage des Chemnitzer Bürgerfestes «Herzschlag» wegen der Corona-Krise werden die beantragten Zuschüsse der Stadt nicht direkt den Kulturschaffenden zur Verfügung gestellt. Es gab noch keinen Fördermittelbescheid und daher auch keine «frei gewordenen Mittel», teilte die Stadt am Donnerstag mit. Zudem werde eine Umverteilung der Fördermittel nicht den ursprünglichen Empfängern überlassen. Die Veranstalter des Bürgerfestes hatten vorgeschlagen, das von der Stadt und Sponsoren eingesparte Geld in einen zentralen Fond einzuzahlen. Damit sollten Kulturschaffenden unterstützt werden.
Die Stadt betonte jedoch, dass noch in diesem Monat die Leitlinien Kultur: «Kultur - weiter Raum geben - partnerschaftlich durch die Krise» verabschiedet werden sollen. Bestandteil ist demnach das kommunale Sonderprogramm «In der Krise sichtbar und hörbar bleiben» mit einem Umfang von 250 000 Euro. Das Programm soll Kunst- und Kulturschaffenden mit jeweils maximal 1000 Euro ermöglichen, trotzdem kulturell und künstlerisch wirksam zu sein und damit nicht von der «kulturellen Bildfläche» zu verschwinden.