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87 Mal gegen Corona geimpft: Weder Nutzen noch Schaden

Eine Arzthelferin impft eine Patentin mit einer Spritze. / Foto: Ole Spata/dpa/Symbolbild
Eine Arzthelferin impft eine Patentin mit einer Spritze. / Foto: Ole Spata/dpa/Symbolbild

Der Mann, der sich in den vergangenen Wochen in Sachsen dutzendfach gegen Corona hat impfen lassen, muss keine gesundheitlichen Schäden fürchten. Einen höheren Schutz vor Ansteckung mit dem Virus hat er dennoch nicht, im Gegenteil, wie der Chemnitzer Infektiologe Dietmar Baier, der Mitglied der Sächsischen Impfkommission ist, der Deutschen Presse-Agentur am Montag sagte. «Es nützt nichts und es schadet nichts», sagte er. Das Impfen in kurzen Abschnitten bringe keinesfalls einen besseren Schutz, denn der Stoff werde schnell wieder abgebaut. Das Immunsystem aber passe sich der andauernden Auffrischung an «und reagiert am Ende gar nicht mehr».

Der 60-Jährige aus Magdeburg (Sachsen-Anhalt) ist seit Sommer 2021 in verschiedenen Impfzentren im Freistaat 87 Mal gegen Corona geimpft worden. Er steht unter dem Verdacht, die Zertifikate an Dritte weitergegeben zu haben. Gegen ihn wird wegen unbefugten Ausstellens von Impfausweisen und Urkundenfälschung ermittelt. Der Mann war Anfang März im Impfzentrum Eilenburg erkannt und gestoppt worden. Aufgefallen war er zuvor in einer Dresdner Einrichtung, das DRK hatte daraufhin eine Warnung herausgegeben mit der Aufforderung, die Polizei zu rufen, wenn er nochmals in einem Impfzentrum auftauchen sollte.

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