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Wieder «Querdenker» in Leipzig? Lage in der Stadt ruhig

Polizisten gehen durch die Leipziger Innenstadt. Foto: Sebastian Willnow/dpa-Zentralbild/dpa
Polizisten gehen durch die Leipziger Innenstadt. Foto: Sebastian Willnow/dpa-Zentralbild/dpa

Trotz verschiedener Internetaufrufe haben am Samstag kaum Kritiker der Corona-Politik versucht, in Leipzig zu demonstrieren. Die Lage in der Stadt sei sehr ruhig, sagte Polizeisprecherin Dorothea Benndorf. Nur vereinzelt habe es Anreisen von Menschen aus dem «Querdenker»-Spektrum gegeben. Ein Bus mit rund 30 Insassen sei gestoppt werden. Die Polizei habe den Anreiseverkehr rund um die Leipzig beobachtet.

Aktionen gegen die Corona-Politik waren im Internet beworben worden. Angemeldet wurde aber vorab keine Demonstration. Drei kleinere Veranstaltungen, die die Stadt Leipzig der «Querdenker»-Szene zuordnete, wurden verboten. Zudem gab es drei genehmigte Gegendemos, zu denen sich laut Benndorf insgesamt weniger als 100 Teilnehmer einfanden.

Die Polizei war mit einem Großaufgebot im Einsatz. Neben sächsischen Polizisten waren Beamte aus verschiedenen Bundesländern wie Bayern und Rheinland-Pfalz sowie der Bundespolizei im Einsatz. Mehrere Wasserwerfer wurden in der Leipziger Innenstadt aufgefahren. Seit dem Vormittag kreiste ein Hubschrauber über der Stadt. Auch berittene Polizei war unterwegs.

Bewegung mindestens 20 000 Menschen in der Innenstadt versammelte. Massenhaft wurde dabei gegen die Maskenpflicht verstoßen. Die Demonstration wurde aufgelöst. Danach erzwangen die «Querdenker» einen Gang über den Leipziger Ring. Die Polizei ließ sie gewähren.

Quelle: dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH