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Rettungskräfte ziehen nach Krawallen erschreckende Bilanz

Symbolbild Rettungswagen / pixabay vait_mcright
Symbolbild Rettungswagen / pixabay vait_mcright

Das Ausmaß der schweren Ausschreitungen am Rande des Drittliga-Spiels von Dynamo Dresden gegen Türkgücü München (4:0) wird erst allmählich richtig deutlich. Wie die Feuerwehr am Montag mitteilte, musste während des Einsatzes von Rettungskräften die Alarmierungsstufe MANV1 ausgerufen werden. Das Kürzel steht für «Massenanfall von Verletzten». Insgesamt habe man 44 Menschen medizinisch versorgt und den Großteil von ihnen in umliegende Krankenhäuser bringen müssen.

«Während des Einsatzgeschehens wurden die Einsatzkräfte insbesondere im Bereich des Straßburger Platzes von Randalierenden beleidigt und verbal bedroht», hieß es. Mit der Alarmierung MANV1 seien zusätzlich Mitarbeiter aktiviert worden. Neben zahlreichen Einsatzkräften mehrerer Feuer- und Rettungswachen der Berufsfeuerwehr seien unter anderem auch das Deutsche Rote Kreuz, der Malteser Hilfsdienst und eine Leitende Notärztin im Einsatz gewesen.

Noch während des Spiels hatten etwa 500 gewaltbereite Anhänger von Dynamo Dresden urplötzlich die Polizei mit Pyrotechnik sowie Flaschen- und Steinwürfen attackiert. Da wegen der Corona-Pandemie keine Zuschauer zum letzten Heimspiel der Dresdner ins Stadion durften, hatten sich etwa 4000 Fans im gegenüberliegenden Großen Garten eingefunden. Die Polizei reagierte erst nach den Angriffen auf ihre Beamten und setze Wasserwerfer und Reizgas ein. Laut Polizei wurden elf Beamte mit Verletzungen in Krankenhäuser gebracht. Der mit dem Dynamo-Sieg erreichte Aufstieg in die 2. Bundeslige geriet ins Hintertreffen.

Quelle: dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH