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Weniger Einschränkungen und mehr Besucher in den Zoos

10.06.2020 von

Foto: Zoo Dresden - Giraffengehege

Mit den Lockerungen nach den coronabedingten Einschränkungen kehrt auch in den großen Zoos in Sachsen etwas mehr Normalität ein. Seit es keine Obergrenze mehr für die Anzahl der Besucher gibt und die Tierhäuser sowie Streichelgehege geöffnet haben, gehen die Ticketverkäufe und die Einnahmen deutlich nach oben, wie die Zoos in Dresden und Leipzig mitteilten.

In Dresden wurden am ersten Wochenende seit den neuesten Lockerungen am 6. Juni bis zu 5000 Tickets täglich verkauft. Zuvor durften höchstens 1000 Besucher gleichzeitig in den Zoo. «Über den Tag verteilt waren maximal 2000 Tickets verkauft worden», sagte eine Sprecherin.

Ob man jedoch die Verluste nur ansatzweise wieder reinholen könne, sei fraglich. Schließlich sei der Zoo wochenlang geschlossen gewesen und anschließend seien die Preise wegen des eingeschränkten Betriebs über Wochen reduziert worden. Genaue Zahlen über die Verluste wollte der Zoo Dresden nicht nennen.

In Leipzig werden die finanziellen Einbußen im Zuge der Corona-Krise bis Anfang Juni auf etwa sechs Millionen Euro beziffert. Alleine im Mai wurde nur etwa die Hälfte der eingeplanten Einnahmen erzielt. Das vergangene Wochenende mit weitreichenden Lockerungen und gutem Wetter war aber wieder gut besucht, genaue Zahlen wollte der Zoo jedoch nicht nennen. Die Zahl der verkauften Jahrestickets hinkt nach wie vor um etwa ein Drittel hinter den Planungen zurück.

Ein paar Einschränkungen, wie die Hygiene- und Abstandsregel, gelten bei einem Zoobesuch aber nach wie vor. «Wir weisen die Besucher auf Schilder darauf hin, bitte auf die Abstandsregeln zu achten. Außerdem sind im Zoo vereinzelt unsere Zooscouts unterwegs um die Besucher freundlich darauf hinzuweisen», sagte Dresdens Zoosprecherin Kerstin Eckart. In Leipzig wird ein Nasen-Mund-Schutz empfohlen, sobald der gebotene Abstand nicht mehr einzuhalten ist - sowohl an den beliebten Tiergehegen als auch in den Tierhäusern.

Zudem wird in Leipzig der Zugang zu den Tierhäusern mit Hilfe von Einbahnstraßenregelungen gesteuert und für die Tropenerlebniswelt Gondwanaland gibt es eine Obergrenze für die Besucher. «Unser oberstes Ziel ist es, Besucherstaus an neuralgischen Stellen zu vermeiden. Daher werden wir weiterhin Personal an prominenten Tieranlagen einsetzen und in Gondwanaland den Baumwipfelpfad, die Bootsfahrt und die Totenkopfaffeninsel für die Besucher vorerst sperren», sagte Zoodirektor Jörg Junhold.

Der Tierpark Chemnitz öffnet an diesem Donnerstag (11. Juni) das Tropenhaus und den Bauernhof samt Streichelgehege. Auch hier gilt eine Einbahnstraßenregelung und die Besucher sind verpflichtet in den Gebäuden einen Mund-Nasenschutz zu tragen. Um größere Menschenansammlungen zu vermeiden, bleiben die Futterautomaten weiter außer Betrieb.

Inhalt: dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

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