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Sachsen rüstet im Kampf gegen Schweinepest auf

Eine Eingangstür zu einem Schweinemastbetrieb. Foto: Toni Lehder/dpa
Eine Eingangstür zu einem Schweinemastbetrieb. Foto: Toni Lehder/dpa

Sachsen rüstet im Kampf gegen die Afrikanische Schweinepest auf. Geplant sind mehr Mittel, mehr Personal und ein erweiterter Krisenstab, kündigte Gesundheitsstaatssekretärin Dagmar Neukirch am Dienstag an. Die geplanten Kosten belaufen sich für dieses Jahr auf rund 18 Millionen Euro zusätzlich. Die Aufgabe sei langwierig. Das gefährdete Gebiet habe sich mittlerweile verdoppelt. Die SPD-Politikerin verwies darauf, dass mit Bautzen und Görlitz zwei Landkreise betroffen sind.

Unter anderem soll deswegen das Tierseuchenzentrum personell und technisch aufgestockt werden. Zudem sollen für eine effektivere Bekämpfung mehr Behörden wie das Finanz- oder das Innenministerium in den Krisenstab einbezogen werden. Um zu verhindern, dass infizierte Wildschweine nach Sachsen kommen, soll der Schutzzaun um 150 Kilometer erweitert werden. Bisher wurden laut Ministerium bereits mehr als 400 Kilometer Zaun errichtet - darunter 150 Kilometer Elektrozaun sowie 260 Kilometer Festzaun.

Um kranke Tiere aufzuspüren und zu erlegen, kommen unter anderem Hundestaffeln zum Einsatz. Die ersten seien in Sachsen nun ausgebildet worden, so Neukirch. Allein der Einsatz eines Hundegespannes koste rund 600 Euro pro Tag. Notwendig seien zudem moderne Drohnentechnik und mehr Fallen, von denen im Moment 40 aufgestellt sind.

Bisher gibt es in Sachsen 313 bestätigte Schweinepest-Fälle bei Wildschweinen. Die Sorge vor einem Übergreifen der Tierseuche auf Hausschweine - wie jüngst in Brandenburg - wächst. Sachsen hat deswegen die sogenannte Gefährdungszone sowie die Pufferzone ausgeweitet.

Quelle: dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH