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Forschungspreis für wegweisende Fraunhofer-Arbeit

Ein Team von Wissenschaftlern aus Leipzig, Dresden und Stuttgart hat für ein neues Verfahren zur Herstellung von Impfstoffen einen Fraunhofer-Forschungspreis bekommen. Die Wissenschaftler wurden mit dem alle zwei Jahre verliehenen Preis «Technik für den Menschen und seine Umwelt» ausgezeichnet, wie die Fraunhofer-Gesellschaft am Mittwoch mitteilte. Es ist einer von insgesamt vier mit jeweils 50 000 Euro dotierten Forschungspreisen, die in diesem Jahr vergeben wurden.

Normalerweise werden bei der Herstellung von sogenannten Totimpfstoffen die Krankheitserreger mit Chemikalien abgetötet. Das Team um den Virologen Sebastian Ulbert vom Fraunhofer-Institut für Zelltherapie und Immunologie in Leipzig hat nun eine Möglichkeit gefunden, diese mit Elektronenstrahlen zu inaktivieren.

Dadurch blieben die Strukturen der Viren erhalten und die Impfstoffe besäßen ein größeres Potenzial als die, die nach dem herkömmlichen Verfahren hergestellt worden seien, sagte Ulbert. Die ersten Produktionsanlagen sollen bereits im kommenden Jahr stehen. In drei bis vier Jahren könne dann voraussichtlich die Produktion der Impfstoffe beginnen. Auch an einer Adaption des Verfahrens auf die Corona-Vakzine arbeite man.

Die Forscher sollten die Preise bei der Jahrestagung der Münchner Fraunhofer-Gesellschaft mit rund 600 Gästen aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft am frühen Abend überreicht bekommen. Wegen der Corona-Pandemie wird die Preisvergabe allerdings digital ausgerichtet.

Presse-Mappe zu den Preisen

Fraunhofer-Jahrestagung mit Livestream zur Preisverleihung

Quelle: dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH