In diesen Tagen schlüpfen die Raupen des Eichenprozessionsspinners. Nach dem trockenen und warmen Winter rechnet Renke Coordes, Sprecher von Sachsenforst, mit einem weiteren Anstieg der Population, wie er sagte. Bei Menschen kann der Kontakt mit den giftigen Haaren der Raupe schwere Hautirritationen auslösen.
Am weitesten verbreitet sei der Schädling im Vorjahr im Landkreis Nordsachsen gewesen, so Coordes. Auch in Dresden gebe es immer wieder einen Befall von Eichenprozessionsspinnern. Das Elbtal ziehe wohl zusätzliche Wärme an, so Coordes' Beobachtung. Das begünstige die Ausbreitung der Schmetterlingsart. Außerdem wurden im Landkreis Görlitz und im Vogtland 2019 Eichenprozessionsspinner nachgewiesen.
Die Eichenprozessionsspinner versuchen mit ihrem Schlüpfen den Austrieb der Eichen abzupassen - dann fressen sie die jungen Eichenblätter. Die ersten beiden Larvenstadien sind für Menschen allerdings noch ungefährlich, wie Coordes sagte - erst der Kontakt mit den Haaren der Raupen führte zu Quaddeln und Jucken. Diese Phase wird Ende Mai und im Juni erwartet.