Die beginnende Badesaison stellt die Rettungsschwimmer in Sachsen erneut vor große Herausforderungen. «Momentan sind etwa 800 bis 900 Rettungsschwimmer im Einsatz. Um eine adäquate Besicherung zu gewährleisten, bräuchte es doppelt so viele», sagte der Geschäftsführer der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) in Sachsen, Sebastian Knabe.
Wegen Corona konnte in den vergangenen zwei Jahren kaum Nachwuchs akquiriert werden. Hinzu komme, dass auch die Schwimmausbildung an den Schulen unter der Pandemie gelitten habe. «Die Situation der Schwimmausbildung ist prekär. Es könnte passieren, dass sich die jetzige Generation von Nichtschwimmern künftig in der Ertrinkungsstatistik widerspiegeln wird», sagte Knabe.
Im vergangenen Jahr sind in Sachsen 23 Menschen ertrunken, davon 11 in Seen und 8 in Flüssen. Bis auf eine Person handelt es sich bei den Ertrunkenen ausschließlich um Männer. Dies liegt laut DLRG vor allem daran, dass Männer oft ein höheres Risiko eingehen als Frauen. Badende sollten sich der Gefahren bewusst sein. Besonders bei ehemaligen Kies- und Braunkohletagebauen können immer wieder Sandabrutschen mit enormen natürlichen Kräften entstehen.