Gewissenhaft bemalt Toni die Spitzen der ledernen Federn ihres Cosplays. Seit Monaten besteht ihre Freizeit nur noch aus dem Kostüm: skizzieren, Schablonen anfertigen, ausschneiden, nähen, sticken und verzieren. Alles in liebevoller Handarbeit. Der Weg bis zum finalen Kostüm ist weit, doch für Toni ist das Ganze nicht nur ihr Hobby – es ist ihre Leidenschaft.
Zwischen sechs und sieben Monaten arbeitet die studierte Künstlerin an einem Kostüm, bis zu 300 Euro fließen in ihre Outfits. Noch knapp drei Wochen hat die Leipzigerin Zeit. Dann beginnt die Leipziger Buchmesse, und mit ihr strömen wieder Hunderte Cosplayer in die Messestadt.
Das Wort Cosplay setzt sich aus «costume» und «play» zusammen: also Spiel im Kostüm. Doch für die Szene ist Cosplay mehr als das reine Verkleiden. Es gehe darum, den Habitus des Charakters zu verkörpern, erklärt Toni.