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Pandemiebedingter Personalausfall an Kitas nimmt zu

Immer mehr Kita-Personal fällt wegen Krankheit oder Quarantäne aus. Die Städte arbeiten daran, die Auswirkungen so gering wie möglich zu halten. Die Diakonie berichtet von Belastungen, die sich auch unabhängig von Corona-Erkrankungen auf die Gesundheit auswirken.

In den sächsischen Kitas fällt pandemiebedingt immer mehr Personal aus. Gründe dafür seien in der Regel Quarantäne oder Krankheit, wie die drei Großstädte Dresden, Leipzig und Chemnitz mitteilten. Oftmals müssten sich Mitarbeiter auch um ihre kranken oder selbst in Quarantäne befindenden Kinder kümmern und fielen deshalb aus. Davon berichtet auch die Diakonie aus ihren Kitas.

Eine nahezu überall auftretende Folge der Personalengpässe ist die Einschränkung der Öffnungszeiten. So arbeiteten in Chemnitz zuletzt zehn der 77 kommunalen Kitas nach einem Stufenplan, der bei dünner Personaldecke abhängig von der beruflichen Situation der Eltern unterschiedliche Betreuungszeiten vorsieht. Schließungen seien derzeit nicht nötig.

Auch in Leipzig habe man Schließungen bisher vermeiden können. Trotzdem seien zuletzt zwölf kommunale Einrichtungen von weitreichenderen Einschränkungen betroffen gewesen. «Darunter zählen unter anderem Notbetreuung von einzelnen Gruppen oder Etagen, oder die quarantänebedingte Schließung von Gruppen», sagte eine Sprecherin der Stadt Leipzig.

In Dresden, wo zuletzt rund 14 Prozent des pädagogischen Personals ausfielen, hat man eigenen Angaben nach bisher nur selten einzelne Teilbereiche von Kitas schließen müssen. Derzeit sei es zudem in gut einem Drittel der Einrichtungen möglich, in der sogenannten kritischen Infrastruktur beschäftigten Eltern weniger stark verkürzte Öffnungszeiten anzubieten.

Die aktuelle sächsische Schul- und Kita-Coronaverordnung sieht für alle Einrichtungen den sogenannten eingeschränkten Regelbetrieb vor. Demnach werden etwa Gruppen strikt getrennt, um coronabedingten Auswirkungen auf den Betrieb entgegenzuwirken.

Die Belastung für die Mitarbeiter bleibt trotzdem hoch. «Die pandemische Situation, das Arbeiten unter immer wieder neuen Bedingungen, das Arbeiten mit Personalausfällen, mit allen Vorschriften und Regelungen, Einschränkungen und deutlich mehr Elternarbeit ist zur Belastung geworden, die sich einfach mittlerweile auch ganz unabhängig von einer Corona-Erkrankung auf die Gesundheit auswirkt», sagte Sigrid Winkler-Schwarz, Sprecherin der Diakonie Sachsen.

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