Die Pläne des sächsischen Kultusminister Christian Piwarz (CDU), die Maskenpflicht im Unterricht in der kommenden Woche abzuschaffen, sind zunächst auf Eis gelegt. Grund sei die Vorwarnstufe, die in Sachsen in dieser Woche erreicht wurde, sagte ein Sprecher des Ministeriums. Diese Stufe greift, wenn landesweit ein bestimmter Wert bei der Bettenbelegung von Covid-19-Patienten auf Normal- und Intensivstation an mehreren Tagen nacheinander überschritten wurde.
Ab Klassenstufe 5 müsse weiterhin eine Maske getragen werden, hieß es vom Ministerium. Das sieht die derzeit gültige Verordnung für den Schulbetrieb vor. Geplant ist, dass diese Regelung auch in der neuen Verordnung enthalten sein wird.
Zustimmung kam vom Landesschülerrat (LSR), der die geplante Aufhebung ohnehin kritisiert hatte. «Natürlich wären wir als Schüler froh, keine Maske tragen zu müssen. Aber wenn die Folge dann wäre, dass wir in einer vierten Welle wieder ins Homeschooling müssen, wählen wir lieber Masken als Schulschließungen», sagte Oliver Sachsze, stellvertretender Vorsitzender des LSR.