Rund zwei Monate nach Beginn des Lockdowns haben Kitas und Grundschulen in Sachsen zu Wochenbeginn wieder mit Einschränkungen geöffnet. Ersten Einschätzungen zufolge sei der Neustart gut angelaufen, sagte der Sprecher des Landesamts für Schule und Bildung, Roman Schulz, am Montag. Er verwies darauf, dass die Grundschulen bereits Erfahrung mit der Wiedereröffnung nach dem ersten Lockdown im Mai 2020 hätten. «Da verlief das Prozedere ähnlich.» Laut Landesamt greifen viele Einrichtungen auf gestaffelte Einlasszeiten für Schüler, getrennte Laufwege im Schulhaus und Absperrungen mit Signalband für verschiedene Bereiche zurück.
Die Wiederöffnung erfolgt im eingeschränkten Regelbetrieb: Die Kinder werden dafür in festen und strikt voneinander getrennten Gruppen betreut und sollen sich möglichst nicht begegnen. «Das hat sich schnell eingespielt», stellte Schulz fest. Zwar gebe es noch keine gesicherte Statistik, aber Stichproben und ersten Einschätzungen zufolge geht das Landesamt davon aus, dass mehr als 90 Prozent der Eltern ihre Kinder wieder zur Schule schicken. «Die meisten Eltern waren froh», sagte Schulz. Die Schulbesuchspflicht ist vorerst ausgesetzt, Eltern können also selbst entscheiden, ob sie ihre Kinder zur Schule schicken oder weiterhin zu Hause unterrichten.