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GEW vor Schulstart: Weit vom Regelbetrieb entfernt

26.08.2020 von

Foto: Ein Schild mit der Aufschrift «Maske auf nicht vergessen!» wird an eine Glasscheibe geklebt. Foto: Hauke-Christian Dittrich/dpa/symbol

Kurz vor Beginn des neuen Schuljahres sieht die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) die Schulen in Sachsen noch weit von einem Regelbetrieb entfernt. Sie warne davor, Eltern und Schülern zu optimistische Versprechen zu machen, sagte die Vorsitzende Uschi Kruse am Mittwoch in Dresden.

Man müsse unter anderem mit Schulschließungen und Kürzungen der Stundentafel rechnen - etwa im Musik- und Sportunterricht. Die GEW hätte sich zudem mehr Zeit für die Schulen gewünscht, um sich auf den Schulbeginn in Corona-Zeiten vorzubereiten. «Einen Kaltstart halte ich für schwierig», sagte Kruse.

Die GEW zeigte sich skeptisch, was die Einhaltung der Hygiene-Regeln wie das Lüften und regelmäßiges Händewaschen angeht. Viele Schulen hätten zu wenige Waschbecken und das Öffnen von Fenstern dürfe nur unter Aufsicht geschehen. Mehr denn je müssten Schüler in kleinen Gruppen unterrichtet werden, um das Risiko einer Ansteckung zu minimieren.

Die Gewerkschaft appellierte überdies an den Freistaat, «jeden auf dem Markt verfügbaren Lehrer einzustellen.» Man brauche mehr Personal, um etwa Lehrer in Quarantäne oder Lehrer, die als Risikogruppen nicht unterrichten können, zu vertreten. Im vergangenen Schuljahr hatten etwa drei Prozent der Grundschullehrer ein entsprechendes Attest vorgelegt. Der gravierende Lehrermangel werde die Bewältigung der durch die Pandemie verursachten Probleme enorm erschweren, so Kruse.

Am 31. August beginnt in Sachsen das neue Schuljahr. Nach aktuellem Stand werden dann rund 485 600 Schüler die öffentlichen und freien Schulen im Freistaat besuchen und damit rund 3000 mehr als im vergangenen Jahr. Eine Maskenpflicht im Unterricht ist nicht vorgesehen.

Inhalt: dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Bilder: Ein Schild mit der Aufschrift «Maske auf nicht vergessen!» wird an eine Glasscheibe geklebt. Foto: Hauke-Christian Dittrich/dpa/symbol

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