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Übernahmeverhandlungen des Pilotabschlusses stehen an

Warnstreik der Beschäftigten vor dem Mercedes-Benz Werk Berlin. / Foto: Gerald Matzka/dpa
Warnstreik der Beschäftigten vor dem Mercedes-Benz Werk Berlin. / Foto: Gerald Matzka/dpa

Der Pilotabschluss der Metall- und Elektroindustrie in Baden-Württemberg soll auch für die Beschäftigten in den Tarifgebieten Berlin-Brandenburg und Sachsen zügig übernommen werden. Entsprechende Verhandlungen mit der Arbeitgeberseite stünden nun an, teilte Bezirksleiterin Irene Schulz am Freitag mit. «Mit diesem Abschluss steigen die Monatslöhne für die Beschäftigten der Metall- und Elektroindustrie deutlich und dauerhaft», hieß es. Sämtliche geplanten Warnstreiks seien abgesagt.

Im Südwesten hatten beide Seiten am frühen Freitagmorgen eine Einigung im laufenden Tarifkonflikt erzielt. Demnach sollen Löhne und Gehälter zum 1. Juni des kommenden Jahres um 5,2 Prozent steigen, elf Monate später um weitere 3,3 Prozent. Außerdem erhalten die Beschäftigten eine steuer- und abgabenfreie Einmalzahlung in Höhe von 3000 Euro. Die Laufzeit beträgt 24 Monate.

Die Arbeitgeberseite hält den gefundenen Kompromiss «gerade noch für tragbar», wie der Vorstandsvorsitzende und Verhandlungsführer des Verbands der Metall- und Elektroindustrie in Berlin und Brandenburg, Stefan Moschko, am Freitag mitteilte. «Die Belastung durch den Tarifabschluss in der Metall- und Elektro-Industrie geht hart an die Schmerzgrenze der Unternehmen.» Allerdings wäre in der aktuell wirtschaftlich herausfordernden Zeit ein Arbeitskampf für die Betriebe «eine große Belastung gewesen».

Tausende Industrie-Beschäftigte in Berlin, Brandenburg und Sachsen hatten in den vergangenen zwei Wochen immer wieder für Warnstreiks die Arbeit niedergelegt. Zu unbefristeten Streiks kam es hingegen nicht.

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