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Linke kritisiert niedrige Löhne in Ernährungswirtschaft

16.06.2020 von

Foto: Die Zwickauer Bundestagsabgeordnete, Sabine Zimmermann (Die Linke). Foto: Jörg Carstensen/dpa/Archivbild

Gewerkschaften und Linke haben die teilweise niedrigen Verdienste in der Ernährungswirtschaft sowie die unterschiedlichen Branchenlöhne in Ost und West kritisiert. «Die Spaltung am Arbeitsmarkt hält auch 30 Jahre nach der Wende an. Von gleichwertigen Lebensverhältnissen in Ost und West kann nicht gesprochen werden», sagte die Zwickauer Bundestagsabgeordnete Sabine Zimmermann (Linke) der Deutschen Presse-Agentur.

Vor allem in der Lebensmittelherstellung und -verarbeitung seien die mittleren Löhne niedrig, hieß es. Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte verdienten im Osten in der Branche lediglich 1915 Euro, im Westen seien es mit 2309 Euro gut 20 Prozent mehr. Laut der Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) beträgt der Unterschied in manchen Fällen sogar bis zu 800 Euro.

So traten etwa die Beschäftigten der Lausitzer Früchte GmbH in der Nacht zum Montag in einen Warnstreik. Dazu aufgerufen hatte die NGG mit Blick auf Tarifverhandlungen in der sächsischen Ernährungsindustrie. In den vergangenen Wochen kam es unter anderem im Tiefkühlwerk von Frosta in Lommatzsch und in der Bautz’ner Senf & Feinkost GmbH zu Warnstreiks. «Die Bundesregierung hat sich offensichtlich mit einem Sonderarbeitsmarkt Ost abgefunden. Das ist nicht akzeptabel», sagte Zimmermann.

Inhalt: dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Bilder: Die Zwickauer Bundestagsabgeordnete, Sabine Zimmermann (Die Linke). Foto: Jörg Carstensen/dpa/Archivbild

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