Der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) in Sachsen fordert für das neue Jahr eine Offensive zur Stärkung der Wirtschaft, für gute Jobs, Demokratie und Zusammenhalt. «Die Lage ist in Sachsen ernst. Viele Menschen bangen um ihre Arbeitsplätze», sagte der DGB-Chef Markus Schlimbach der Deutschen Presse-Agentur. Nötig sei ein konstruktives Miteinander der demokratischen Parteien und der Staatsregierung.
DGB: Politik soll handeln, nicht nur ankündigen
Die schwierige Wirtschaftslage sei inzwischen auf dem Arbeitsmarkt angekommen, betonte Schlimbach. «Die Zahl der Arbeitslosen steigt, die Zahl der gemeldeten offenen Stellen geht zurück.» Die Arbeitslosigkeit liege damit auf dem Niveau von vor zehn Jahren, besonders betroffen seien Industrie und Leiharbeit. Die Politik müsse jetzt handeln und nicht nur ankündigen, etwa beim Industriestrompreis.
Der DGB sieht auch die Arbeitgeber in der Pflicht. Sie sollten Fachkräfte halten und ihre Personalpolitik mit mehr Weitblick gestalten. «Fachkräfte, die erst mal weg sind, können nur schwer wiedergewonnen werden», so Schlimbach. Zudem seien junge Menschen besonders vom Abbau von Ausbildungsplätzen betroffen. «Die betriebliche Ausbildung zurückzufahren, ist ein vollkommen falscher Weg.»