Der Leiter des Fachbereichs Handel bei verdi, Jörg Lauenroth-Mago, hat sich gegen einen verkaufsoffenen Sonntag in Lebensmittelmärkten ausgesprochen. «Die Leute brauchen eine Pause», sagte Lauenroth-Mago der Deutschen Presse-Agentur. Die Ausnahmeregelung sei bedenklich.
«Der Job ist hoch stressgeladen in der Krise», sagte Lauenroth-Mago. Menschen von Hamsterkäufen zurückhalten und gleichzeitig mit der eigenen Angst vor einer Infizierung umgehen zu müssen, strenge «einfach viel mehr an als das Normale». Verkäuferinnen und Verkäufer, Lagerarbeiter und die übrigen Beschäftigten bräuchten die Möglichkeit, Luft zu holen.
Die Landesregierung hatte zum vergangenen Donnerstag zahlreiche Regelungen gelockert, um die Versorgung mit Lebensmitteln und notwendigen Waren zu erleichtern. Das Sonntagsfahrverbot für Lastwagen samt strenger Ruhezeiten für die Fahrer wird ebenso ausgesetzt wie das Ladenöffnungsgesetz. So soll ermöglicht werden, dass Waren auch am Wochenende transportiert und in den Läden angenommen werden. Die gelockerten Öffnungszeiten sollen ermöglichen, dass Kunden sich beim Einkaufen weniger in den Läden ballen.