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Mediziner erforschen neues Verfahren in der Strahlentherapie für Krebspatienten

Eine Ärztin mit einem Virenschutz-Kittel und einem Stethoskop. / Foto: Robert Michael/dpa-Zentralbild/dpa/Symbolbild
Eine Ärztin mit einem Virenschutz-Kittel und einem Stethoskop. / Foto: Robert Michael/dpa-Zentralbild/dpa/Symbolbild

Ein Forscherteam in Dresden hat einen Prototyp entwickelt, der ein Ganzkörper-MRT mit einer Protonentherapie verbindet und die Treffgenauigkeit verbessern soll.

Dresdner Mediziner erforschen ein neues Verfahren in der Strahlentherapie für Krebspatienten. Am Dienstag wurde ein Prototyp in den wissenschaftlichen Betrieb genommen, der ein Ganzkörper-MRT zur Echtzeit-Bildgebung mit einer Anlage zur Protonentherapie verbindet. Nach Angaben des Instituts für Radioonkologie OncoRay ist es das weltweit erste Gerät dieser Art.

Krebspatienten werden darin während der Bestrahlung per MRT überwacht. Auf den dabei entstehenden Bildern könne ein Tumor besser als in anderen Verfahren von gesundem Gewebe abgegrenzt werden. Dadurch sei es möglich, das zu bestrahlende Volumen genauer zu bestimmen. Außerdem könnten Veränderungen in Form und Größe erkannt werden, sie sich unter Umständen zwischen zwei Bestrahlungsterminen ergeben.

Mit dem Prototyp könne weltweit erstmalig untersucht werden, inwieweit sich die Treffgenauigkeit einer Protonentherapie durch die MRT-Bildgebung verbessern lasse. Das Gerät wurde in einem Experimentalraum auf dem Gelände der Dresdner Hochschulmedizin aufgebaut. Dort arbeite ein internationales Forscherteam an innovativen Möglichkeiten der Krebstherapie.

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