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Dresden bekommt einen der leistungsstärksten KI-Rechner Deutschlands

Im Rechenzentrum der TU Dresden stehen schon jetzt Hochleistungsrechner. Deneb kommt Ende 2026 dazu. © Sven Ellger
Im Rechenzentrum der TU Dresden stehen schon jetzt Hochleistungsrechner. Deneb kommt Ende 2026 dazu. © Sven Ellger

Die TU Dresden baut einen neuen Supercomputer für KI-Forschung. "Deneb" hat 184 Spezialprozessoren und heizt mit seiner Abwärme Gebäude. Start: Ende 2026.

Künstliche Intelligenz steckt längst in unseren Smartphones, übersetzt Texte und erkennt Gesichter auf Fotos. Doch hinter diesen alltäglichen Anwendungen stecken riesige Rechenmaschinen, die monatelang lernen müssen. An der Technischen Universität Dresden entsteht nun ein solcher Supercomputer. "Deneb" heißt das neue System, das ab Ende 2026 forschen soll.

Das Zentrum für Informationsdienste und Hochleistungsrechnen der TU Dresden plant die Installation des neuen Rechners. Er soll vor allem die wachsenden Anforderungen der Forschung an maschinelles Lernen erfüllen. Damit stärkt die TU Dresden ihre Rolle als Nationales Zentrum für Hochleistungsrechnen. Die Firma Bull GmbH baut das System auf. Die Kosten liegen bei rund 9,4 Millionen Euro. Das Geld kommt vom Bund, vom Freistaat Sachsen und vom KI-Kompetenzzentrum ScaDS.AI Dresden/Leipzig.

184 Spezialprozessoren für künstliche Intelligenz

Deneb basiert auf modernster Technik von NVIDIA. Das Herzstück bilden 46 Rechenknoten mit insgesamt 184 Grafikprozessoren der neuesten Generation. Diese Chips sind speziell für KI-Anwendungen entwickelt. Sie können besonders gut die Berechnungen durchführen, die künstliche Intelligenz zum Lernen braucht.

Ein schnelles Netzwerk verbindet alle Rechenknoten miteinander. So können sie gemeinsam an großen KI-Modellen arbeiten. Dazu kommt ein riesiger Speicher mit zwei Petabyte Kapazität. Das entspricht etwa zwei Millionen Gigabyte. Eine Besonderheit: Deneb nutzt erstmals an der TU Dresden Prozessoren mit Arm-Technologie. Diese arbeiten besonders energieeffizient.

Rechenwärme heizt Dresdner Gebäude

Das Zentrum für Informationsdienste und Hochleistungsrechnen achtet bei seinen Supercomputern auf Nachhaltigkeit. Deneb wird zu 97 Prozent mit Wasser gekühlt. Die dabei entstehende Wärme geht nicht verloren. Sie heizt Gebäude in der Umgebung und fließt ins Fernwärmenetz. Schon die beiden Vorgängersysteme "Capella" und "Barnard" arbeiten nach diesem Prinzip.

Die Forscherinnen und Forscher untersuchen außerdem, wie sich Supercomputer noch effizienter betreiben lassen. Deneb dient dabei selbst als Forschungsobjekt. Die Erkenntnisse helfen, künftige Rechenzentren nachhaltiger zu gestalten. So wird der neue Supercomputer nicht nur ein Werkzeug für KI-Forschung, sondern auch ein Baustein für umweltfreundlichere Computertechnik.

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