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Wasserstoffzentrum Chemnitz erhält 12,5 Millionen Euro mehr

Das geplante nationale Wasserstoffzentrum in Chemnitz erhält in diesem Jahr 12,5 Millionen Euro mehr Fördermittel als bislang erwartet. Der Haushaltsausschuss im Deutschen Bundestag verabschiedete am Donnerstag die Erhöhung, wie das sächsische Wirtschaftsministerium am Freitag mitteilte. Die Erhöhung sei durch beharrliches Nachfragen möglich gemacht worden, sagte Wirtschaftsminister Martin Dulig (SPD) laut Mitteilung.

«Die Entscheidung stärkt Chemnitz als wichtigen Standort des nationalen Wasserstoffzentrums», sagte Regierungschef Michael Kretschmer (CDU) der Deutschen Presse-Agentur. Hier sei ein unglaubliches Potenzial und ein großer Machergeist vorhanden, um die klimafreundliche Mobilität der Zukunft zu gestalten. «Das ist gut für die Stadt, die Region und ganz Deutschland.» Die Entscheidung bringe den gesamten Innovationsstandort Sachsen weiter voran.

«Nun stehenden 72,5 Millionen Euro bereit, das ist ein Riesenerfolg für den Wasserstoffstandort Sachsen! Damit können alle bei uns geplanten Projekte im Nationalen Wasserstoffzentrum realisiert werden», sagte Dulig. Er bedankte sich genau wie Kretschmer auch beim Ostbeauftragten der Bundesregierung, Carsten Schneider für seinen Einsatz.

Bei der Fördermittelvergabe waren Chemnitz zunächst 60 Millionen Euro zugesprochen worden, wie die Stadt mitteilte. 95 Millionen Euro waren demnach beantragt. Das sächsische Wirtschaftsministerium kritisierte am Freitag, dass der damalige Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) den Großteil der Fördermittel kurz vor der Bundestagswahl ins bayerische Pfeffenhausen verschoben habe.

Chemnitz, Pfeffenhausen und Duisburg wurden im vergangenen Jahr als Standorte eines nationalen Wasserstoffzentrums ausgewählt. Die unterschiedlichen Standorte sollen jeweils zu verschiedenen Schwerpunkten forschen und unterschiedliche Bedürfnisse der Industrie aufgreifen. In Chemnitz liegt der Fokus auf Wasserstoffanwendungen für Straße und Schiene sowie auf dem Aufbau einer wettbewerbsfähigen Zulieferindustrie.

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