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Über dem Bundesdurchschnitt: Sachsen legt bei Start-up-Gründungen deutlich zu

Sachsen hat bei der Gründung von Start-up-Firmen im vergangenen Jahr deutlich zugelegt (Archivbild).  / Foto: Jens Büttner/dpa-Zentralbild/dpa
Sachsen hat bei der Gründung von Start-up-Firmen im vergangenen Jahr deutlich zugelegt (Archivbild). / Foto: Jens Büttner/dpa-Zentralbild/dpa

Laut einer Analyse des Startup-Verbandes hat Sachsen die Neugründungen von Start-ups 2025 auf 120 erhöht. Mit einem Anstieg von 56 Prozent belegt der Freistaat bundesweit den ersten Platz, während der Enthusiasmus für Künstliche Intelligenz neue Geschäftsmodelle fördert.

Sachsen hat im letzten Jahr bei der Gründung von Start-ups erheblich zugenommen. Laut einer Analyse des Startup-Verbandes stieg die Zahl der Neugründungen von 77 auf 120 im Jahr 2025. Mit einem Anstieg von 56 Prozent belegt der Freistaat damit bundesweit den ersten Platz. Das Bundesland mit den meisten neuen Start-ups ist Bayern (785), gefolgt von Nordrhein-Westfalen (658).

Gründerboom trotz Wirtschaftskrise

Trotz der Krise erreichte die Zahl der Start-up-Gründungen bundesweit einen Rekord. Im vergangenen Jahr wurden 3.568 neue Wachstumsfirmen gegründet, was einem Anstieg von 29 Prozent im Vergleich zu 2024 entspricht. Diese Zahlen liegen sogar über denen des Boom-Jahres 2021, als die Corona-Pandemie einen Digitalisierungsschub auslöste und insbesondere Lieferdienste sowie Finanz-Apps förderte. Der Grund für die Rekordzahlen ist die Begeisterung für Künstliche Intelligenz, die die Gründungen erleichtert und neue Geschäftsfelder eröffnet.

Weiterhin Schwächen bei der Finanzierung

„Über 3.500 Gründungen, ein Drittel mehr als 2024 – das zeigt den Mut und die Dynamik des deutschen Unternehmertums“, sagt Kati Ernst, stellvertretende Vorsitzende des Startup-Verbands. Dennoch gibt es weiterhin Schwächen bei der Finanzierung, wenn es darum geht, Start-ups zu vergrößern. Der positive Trend bei den Gründungen wurde in fast allen Bundesländern verzeichnet. In Berlin entstanden mit 619 erneut die meisten Start-ups (plus 24 Prozent), deutlich vor München (290).

Künstliche Intelligenz als wichtiger Teil des Geschäftsmodells

27 Prozent aller gegründeten Start-ups setzten KI als wesentlichen Bestandteil ihres Geschäftsmodells ein, so die Studie, die in Kooperation mit der Analysefirma startupdetector erstellt wurde. Die meisten neuen Firmen wurden im Software-Bereich gegründet (853). Künstliche Intelligenz beeinflusst viele Bereiche, erklärte Arnas Bräutigam, Co-Gründer von startupdetector. „Wir sehen KI immer häufiger dort, wo konkrete Probleme gelöst werden – von Software über Medizin bis hin zu industriellen Anwendungen wird sie das Fundament neuer Geschäftsmodelle bilden.“

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