Unternehmen und Forschungseinrichtungen in Sachsen wollen vom Weltraumboom profitieren und einen eigenen Satelliten in den Orbit schicken. Einen Namen für die Mission gibt es schon: Saxon-1. «Insbesondere für den Mittelstand eröffnet ein eigenes „Ticket ins All“ neue Möglichkeiten zur Erprobung, Demonstration und Skalierung innovativer Technologien», erklärt Wirtschaftsminister Dirk Panter (SPD) auf dpa-Anfrage. Das Vorhaben könne sich zu einem «technologischen Leuchtturm» entwickeln und Sachsens Fähigkeiten überregional sichtbarer machen.
Der Bund plant in den kommenden Jahren immense Investitionen im Bereich Raumfahrt. Allein das Verteidigungsministerium will bis 2030 bis zu 35 Milliarden Euro für Raumfahrt und Weltraumsicherheit ausgeben. Der globale Markt für weltraumgestützte Anwendungen wird laut Wirtschaftsministerium bis 2040 auf rund 1,25 Billionen Euro geschätzt. Panter: «Wenn wir ein Stück vom Kuchen abbekommen wollen, müssen wir beweisen, was wir können.»
Und da kommt die sächsische Satellitenmission ins Spiel. Ziel sei es, eine echte Anwendung mit entsprechender Technik aus Sachsen zu demonstrieren, erläutert Professor Andreas Knopp, der an der Universität der Bundeswehr in München lehrt. «Wir brauchen dazu 5 Millionen Euro vom Land, damit wir noch einmal dieselbe Summe beim Bund hebeln können.» Zugleich bringe eine solche Mission hiesige Unternehmen zusammen.