Wissenschaftler können mit neuen hochauflösenden Elektronenmikroskopen in Chemnitz künftig Materialien bis auf die Ebene von Molekülen und Atomen untersuchen und erforschen. So lassen sich den Angaben zufolge etwa Schäden detailliert analysieren und belastbare Aussagen zu Beanspruchung und Lebensdauer von Bauteilen treffen.
Die Technische Universität Chemnitz schließe damit auf dem Gebiet der Materialforschung wieder zur Weltspitze auf, erklärte Wissenschaftsminister Sebastian Gemkow (CDU), zur Schlüsselübergabe für das neue Zentrum.
Der Forschungsneubau hat den Angaben zufolge rund 13 Millionen Euro gekostet und wurde innerhalb von knapp zwei Jahren errichtet. Hinzu kommen weitere 7 Millionen Euro für Großgeräte: zwei Transmissionselektronenmikroskope und eine Ionenfeinstrahlanlage. Mit ihr lassen sich nur wenige Nanometer dünne Materialproben herstellen. Die Geräte sind in speziell abgeschirmten und klimatisierten Messräumen im Kern des Gebäudes untergebracht. Außerdem beherbergt es Labore und Büros.