Bei der Gedenkfeier in Dresden zum Ende des Zweiten Weltkrieges und der Befreiung vom Nationalsozialismus hat der ehemalige Bundespräsident Joachim Gauck an die ambivalente Rolle der Sowjetunion erinnert. Der 8. Mai bleibe eine Verpflichtung zur Wahrhaftigkeit im Erinnern, zur Verantwortung für die Freiheit und zum Schutz der Menschenrechte, sagte Gauck in der sächsischen Staatskanzlei.
Ambivalente Rolle der Roten Armee
Am 8. Mai 1945 trat die bedingungslose Kapitulation der Wehrmacht in Kraft. Damit endeten die NS-Diktatur und der Zweite Weltkrieg mit Millionen Toten in Europa. Entscheidenden Anteil am Sieg der vier Alliierten hatte die Rote Armee der Sowjetunion.
«Wir verneigen uns vor allen Soldaten der Armeen im Westen wie im Osten», sagte Gauck. Gerade die Soldaten der Sowjetunion hätten einen ungeheuren Blutzoll entrichtet, leider hätten aber nur wenige Menschen im Osten Dankbarkeit empfinden können.