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Veröffentlicht mit publizer in Sachsen

Steueraufkommen ist im ersten Quartal deutlich gestiegen

Zahlreiche Banknoten und Bankkarten liegen in einer Geldbörse. / Foto: Monika Skolimowska/zb/dpa/Illustration
Zahlreiche Banknoten und Bankkarten liegen in einer Geldbörse. / Foto: Monika Skolimowska/zb/dpa/Illustration

Sachsen hat in den ersten drei Monaten dieses Jahres etwa 5,1 Milliarden Euro an Steuern eingenommen - ein gewaltiger Anstieg im Vergleich zu 2021. Dies ist aber nur das Resultat von Sondereffekten. Wird sich der Trend weiter fortsetzen?

Im ersten Quartal 2022 ist das Steueraufkommen in Sachsen im Vergleich zum Vorjahreszeitraum deutlich gestiegen. Insgesamt flossen etwa 5,1 Milliarden Euro an Steuern und steuerinduzierten Einnahmen in die Kasse, wie das Finanzministerium in Dresden auf Anfrage mitteilte. Das sind knapp 33 Prozent mehr als im gleichen Zeitraum vor einem Jahr. Die Mehreinnahmen sind nach Angaben eines Ministeriumssprechers jedoch vor allem auf Sondereffekte bei der Umsatzsteuer zurückzuführen.

Zum einen war demnach das Aufkommen bei der Umsatzsteuer im ersten Quartal 2021 sowohl pandemiebedingt als auch nach dem Auslaufen der temporären Mehrwertsteuersenkungen im Jahr 2020 besonders schwach ausgefallen. Zum anderen wurde Anfang 2021 die Fälligkeit der Einfuhrumsatzsteuer zeitlich verschoben, so dass vorübergehend kaum Steuereinnahmen generiert worden waren. Zusätzlich hat Sachsen bei der im März 2022 kassenwirksamen Abrechnung des Bund-Länder-Finanzausgleichs eine hohe Nachzahlung für das Jahr 2021 erhalten.

Daher werde sich die hohe Zuwachsrate des ersten Quartals 2022 absehbar nicht fortsetzen, hieß es weiter. Im Gegenteil: Es sei davon auszugehen, dass die in der Einnahmeentwicklung bisher mit dem Auslaufen der Pandemie noch sichtbare wirtschaftliche Erholung nun durch den Krieg in der Ukraine und dessen Auswirkungen erheblich beeinträchtigt werde. Außerdem werden die von der Bundesregierung angekündigten Steuererleichterungen zur Entlastung der Bürger von den stark gestiegenen Energiepreisen im weiteren Jahresverlauf die Steuereinnahmen weiter belasten.

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