Die von der Bundesregierung auf den Weg gebrachte vorübergehende Senkung der Mehrwertsteuer hat der Sächsische Handwerkstag begrüßt, allerdings mit Einschränkungen. «Aus Unternehmersicht profitieren sollten von diesem Schritt jedoch durchaus auch Kleinst- und Kleinunternehmer, die in vergangenen Wochen und Monaten coronabedingt massive Einbußen verkraften mussten», sagte Präsident Roland Ermer. Die Betriebe sollten selbst entscheiden, ob sie die Senkung an die Kunden weitergeben oder in das Unternehmen investieren.
Zudem komme auf die Betriebe weitere Bürokratie hinzu, erläuterte Ermer. Im Eiltempo müssten Kalkulationen, Rechnungen und Preisschilder überarbeiten sowie Registrierkassen und Buchhaltungssysteme umprogrammiert werden.
Vom 1. Juli an soll die Mehrwertsteuer, die bei jedem Einkauf anfällt, für ein halbes Jahr nur noch 16 statt 19 Prozent betragen. Der ermäßigte Satz, der für viele Lebensmittel und Waren des täglichen Bedarfs gilt, sinkt von 7 auf 5 Prozent. Ziel ist, dass Einkäufe im Supermarkt, im Möbelhaus, Elektromarkt oder Autohaus dadurch billiger werden.