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Landesregierung spricht mit Bombardier über Kürzungen

29.06.2020 von

Foto: Mitarbeiter im Bombardier-Werk montieren einen Waggon für eine S-Bahn. Foto: Robert Michael/dpa-Zentralbild/dpa/Archivbild

Das von dem Schienenfahrzeughersteller Bombardier Transportation angekündigte Sparprogramm für die deutschen Standorte ist Thema eines Gesprächs mit der sächsischen Staatsregierung. Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) und Wirtschaftsminister Martin Dulig (SPD) wollen heute mit dem Vorsitzenden der deutschen Geschäftsführung von Bombardier, Michael Fohrer, über die Zukunft der Standorte in Sachsen reden.

Vor drei Wochen hatte die Gewerkschaft IG Metall über die Kürzungspläne berichtet. Demnach sollen Mitarbeiter auf Weihnachts- und Urlaubsgeld sowie Entgelterhöhungen verzichten und außerdem ohne finanziellen Ausgleich länger arbeiten. Nach Informationen des «Handelsblatts» aus Unternehmenskreisen sind 1000 Arbeitsplätze in Gefahr. Damit solle Bombardiers Position im internationalen Wettbewerb verbessert werden, hieß es.

Bombardier-Deutschlandchef Michael Fohrer hatte sich nicht zu den Zahlen geäußert, bestätigte aber, dass es ein Konzept für mehr Wettbewerbsfähigkeit gebe. Es beinhalte, dass sich die Beschäftigten an Kostensenkungen beteiligen. Ziel sei es, eine Standort- und Beschäftigungssicherung zu erreichen.

Bombardier Transportation (BT) mit Sitz in Berlin ist die Zugsparte des kanadischen Bombardier-Konzerns, der auch Flugzeuge baut. Weltweit arbeiten in der Sparte rund 36 000 Beschäftigte. Die größten deutschen Standorte liegen in Görlitz und Bautzen in Sachsen sowie Hennigsdorf in Brandenburg.

Inhalt: dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Bilder: Mitarbeiter im Bombardier-Werk montieren einen Waggon für eine S-Bahn. Foto: Robert Michael/dpa-Zentralbild/dpa/Archivbild

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