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Kürzungen bei Bombardier: Landesregierung will Perspektiven

28.06.2020 von

Foto: Mitarbeiter im Bombardier Werk montieren einen Waggon für eine S-Bahn. Foto: Robert Michael/dpa-Zentralbild/dpa/Archivbild

Das Sparprogramm des Schienenfahrzeugherstellers Bombardier Transportation für Standorte in Deutschland ruft die sächsische Staatsregierung auf den Plan. Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) und Wirtschaftsminister Martin Dulig (SPD) werden an diesem Montag mit dem Vorsitzenden der deutschen Geschäftsführung von Bombardier, Michael Fohrer, über die Zukunft der sächsischen Standorte reden, wie die Staatskanzlei am Sonntag in Dresden mitteilte.

Vor drei Wochen hatte die Gewerkschaft IG Metall über Kürzungspläne berichtet. Demnach sollen Mitarbeiter auf Weihnachts- und Urlaubsgeld sowie Entgelterhöhungen verzichten und ohne finanziellen Ausgleich länger arbeiten. Nach Informationen des «Handelsblatts» aus Unternehmenskreisen sind 1000 Arbeitsplätze in Gefahr. Damit solle Bombardiers Position im internationalen Wettbewerb verbessert werden, hieß es.

Bombardier-Deutschlandchef Michael Fohrer hatte sich nicht zu den Zahlen geäußert, bestätigte aber, dass es ein Konzept für mehr Wettbewerbsfähigkeit gebe. Es beinhalte, dass sich die Beschäftigten an Kostensenkungen beteiligen. Ziel sei es, eine Standort- und Beschäftigungssicherung zu erreichen.

Bombardier Transportation (BT) mit Sitz in Berlin ist die Zugsparte des kanadischen Bombardier-Konzerns, der auch Flugzeuge baut. Weltweit arbeiten in der Sparte rund 36 000 Beschäftigte. Die größten deutschen Standorte liegen in Görlitz und Bautzen in Sachsen sowie Hennigsdorf in Brandenburg.

Bombardier hatte erst vor drei Jahren den Abbau von 2200 Stellen seiner damals 8500 Stellen in Deutschland angekündigt. Im Februar hatte der französische Konkurrent Alstom angekündigt, BT zu übernehmen. Derzeit überprüfen die EU-Wettbewerbshüter den Deal.

Inhalt: dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Bilder: Mitarbeiter im Bombardier Werk montieren einen Waggon für eine S-Bahn. Foto: Robert Michael/dpa-Zentralbild/dpa/Archivbild

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