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Gasimporteur VNG: Lage am Markt bleibt angespannt

Nach der Wiederaufnahme der Gaslieferungen über die Pipeline Nord Stream 1 hat sich der Gasimporteur VNG zurückhaltend geäußert. Zwar werde es wahrscheinlicher, dass Deutschland ohne Gasmangellage durch den Winter kommen könnte, sagte eine Sprecherin der Leipziger Firma am Donnerstag. «Die Wahrscheinlichkeit einer Gasmangellage im Winter ist aber neben den russischen Gaslieferungen auch stark vom Temperaturverlauf abhängig.» Die Logik dahinter: Je kälter es im Herbst und Winter ist, desto mehr Gas wird für das Heizen verbraucht. Insgesamt bleibe die Lage am Markt angespannt, sagte die Sprecherin.

Unternehmen wie VNG stünden weiterhin vor großen Herausforderungen. «Unseren Auftrag sehen wir weiterhin darin, einen Beitrag zur Sicherung der Versorgung zu leisten sowie Schaden von unseren Kunden und von VNG abzuwenden.» Neben Uniper gehört VNG zu den großen deutschen Gasimporteuren. Die Firmen haben das Problem, dass sie wegen geringerer Lieferungen aus Russland zusätzliches Gas am Markt einkaufen müssen, um langfristige Verträge bedienen zu können. Diese Extra-Käufe sind sehr teuer.

Nach zehntägigen Wartungsarbeiten waren die Gaslieferungen durch Nord Stream 1 am Donnerstagmorgen wieder gestartet worden. Allerdings wurden nur 40 Prozent der Transportkapazitäten genutzt.

Die VNG AG mit Hauptsitz in Leipzig betreibt über die Speichertochter VGS Gasspeicher GmbH vier Speicheranlagen in Bad Lauchstädt, Bernburg, Jemgum und Etzel. Diese sind nach Aussage des Unternehmens aktuell zu knapp 86 Prozent gefüllt. In Bad Lauchstädt und in Bernburg (Salzlandkreis) befinden sich insgesamt knapp 50 unterirdische Speicher. Nach VNG-Angaben haben die sogenannten Kavernenspeicher je ein Volumen wie der Kölner Dom.

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