Die Verfügbarkeit erneuerbarer Energien wird nach Einschätzung von EnviaM-Vorstandschef Stephan Lowis für Unternehmen immer wichtiger bei Standortentscheidungen. «Das gibt zunehmend den Ausschlag dafür, wo sich Unternehmen neu ansiedeln oder weitere Investitionen tätigen», sagte der Chef des ostdeutschen Energieversorgers der Deutschen Presse-Agentur. Als Beispiele verwies er auf die Ansiedlung des Autobauers Tesla in Grünheide (Brandenburg) sowie den Bau eines großen Solarparks mit BASF in der Lausitz. Er soll künftig dem Chemie-Werk in Schwarzheide grünen Strom liefern.
Auch deswegen müsse beim Ausbau von Windenergie und Photovoltaik mehr Tempo aufgenommen werden, mahnte Lowis. In Sachsen etwa gab es 2021 Rückbau statt Ausbau bei der Windenergie. Die Zahl der Windräder ging laut Energieministerium von 937 auf 930 zurück, die installierte Leistung sank um 4,1 Megawatt. Hinderlich sei, wenn Abstandsregeln zu restriktiv ausgelegt würden, erklärte Lowis. Auch müssten mehr geeignete Flächen ausgewiesen und die Genehmigungsbehörden personell so ausgestattet werden, dass Anträge zügig bearbeitet werden könnten.