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Corona lähmt Luftverkehr: Leipzig/Halle stark frequentiert

Ein Flugzeug verschwindet nach dem Start vom Flughafen Leipzig/Halle in den Wolken. Foto: Jan Woitas/dpa-Zentralbild/dpa
Ein Flugzeug verschwindet nach dem Start vom Flughafen Leipzig/Halle in den Wolken. Foto: Jan Woitas/dpa-Zentralbild/dpa

Das Frachtdrehkreuz Leipzig/Halle war im Januar der zweitverkehrsreichste Flughafen in Deutschland nach Frankfurt. Der ostdeutsche Flughafen registrierte in der Corona-Krise nur gut 10 Prozent weniger Flugverkehr in der Jahresfrist, hieß es von der Deutschen Flugsicherung (DFS) am Donnerstag. Zum Vergleich: Das Passagier-Drehkreuz München verzeichnete ein Minus von 84 Prozent. Die internationalen Flughäfen in Deutschland haben in der Jahresfrist 72,3 Prozent weniger Starts und Landungen registriert, sind aber wegen des unterschiedlichen Anteils der noch florierenden Fracht unterschiedlich getroffen.

Insgesamt lähmte die fortgesetzte Corona-Krise den Luftverkehr in Deutschland. «Das Jahr 2021 beginnt noch schlechter, als das vergangene Jahr geendet hat», erklärte der für den Lotsenbetrieb zuständige Geschäftsführer bei der DFS, Dirk Mahns. Die 1993 gegründete bundeseigene Flugsicherung hat in dem Monat nur noch 74 543 Starts, Landungen und Überflüge registriert, 68,1 Prozent weniger als ein Jahr zuvor und so wenige wie noch nie in der DFS-Geschichte. Im Dezember 2020 waren es noch 85 000 Flugbewegungen gewesen.

Im Januar zählte der Frankfurter Flughafenbetreiber Fraport an Deutschlands größtem Luftfahrt-Drehkreuz 882 869 Passagiere und damit 80,9 Prozent weniger als ein Jahr zuvor, wie das im MDax gelistete Unternehmen mitteilte. Bereits im Dezember war das Aufkommen im Jahresvergleich um 81,7 Prozent eingebrochen.

Viele Fluggesellschaften haben auf die Lockdowns in zahlreichen Ländern reagiert und ihr ohnehin gekapptes Flugangebot in den vergangenen Wochen weiter zurückgefahren. Deutlich besser lief es weiterhin im Cargo-Geschäft. Im Januar erhöhte sich das Aufkommen an Fracht und Luftpost in Frankfurt im Jahresvergleich um 18,1 Prozent auf 176 266 Tonnen.

Quelle: dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

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