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Alstom-Deutschlandchef: Stellenabbau bis Jahresende regeln

Ein Wasserstoffzug Coradia iLint des Zugherstellers Alstom steht auf dem Werksgelände.. / Foto: Julian Stratenschulte/dpa/Symbolbild
Ein Wasserstoffzug Coradia iLint des Zugherstellers Alstom steht auf dem Werksgelände.. / Foto: Julian Stratenschulte/dpa/Symbolbild

Der geplante Stellenabbau beim Zugbauer Alstom in Deutschland soll nach Unternehmensangaben bis zum Jahresende geregelt werden. «Wir halten es für notwendig, dass wir 900 bis 1300 Arbeitsplätze anders gestalten», sagte Deutschlandchef Müslüm Yakisan dem «Tagesspiegel» (Montag). Darüber werde mit den Sozialpartnern verhandelt. «Wir brechen das aber nicht übers Knie, weil es immer um Menschen geht. Bis zum Ende des Jahres möchten wir eine Lösung haben, die auch sozialverträglich ist und fair.»

Alstom hatte im vergangenen Jahr die Zugsparte des Bombardier-Konzerns übernommen. Zeitgleich zum Stellenabbau sollen bis zu 700 neue Stellen in neuen Arbeitsbereichen wie Software und Digitalisierung geschaffen werden. In den vergangenen Jahren sei nicht auf Marktveränderungen reagiert worden, sagte Yakisan. «Das müssen wir jetzt machen.»

Allein im Werk Hennigsdorf stehen demnach nach der langfristigen Planung 400 Arbeitsplätze zur Disposition. «Ob wir tatsächlich 400 Arbeitsplätze dort anders gestalten und in welchem Zeitraum, besprechen wir sehr intensiv und vertrauensvoll mit den Arbeitnehmervertretern.» Diese seien ebenso an einem modernen und zukunftsfähigen Setup interessiert.

Nach sächsischen Regierungsangaben könnten in Görlitz bis zu 400 und in Bautzen bis zu 150 Arbeitsplätze wegfallen. In Görlitz gebe es Fertigungskapazitäten, die in den nächsten Jahren nicht gebraucht würden, sagte der Alstom-Manager. «Es gibt aber Know-how in Görlitz, das für die Gruppe wertvoll ist.» Zur Frage nach Werksschließungen sagte Yakisan: «Wir sind keine Heuschrecke, die Sachsen oder sonst ein Bundesland überfällt, sondern wir suchen Lösungen gemeinsam mit unseren Sozialpartnern.»

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