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Sachsen steht Hitzewochenende bevor: Waldbrandgefahr steigt

Ein Schild warnt vor Waldbränden. / Foto: Karl-Josef Hildenbrand/dpa/Symbolbild
Ein Schild warnt vor Waldbränden. / Foto: Karl-Josef Hildenbrand/dpa/Symbolbild

Sachsen steht das erste Hitzewochenende des Jahres bevor. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) sagt für Samstag und Sonntag heiße Temperaturen von 30 Grad und mehr voraus. Landesweit steigt wegen der Trockenheit die Waldbrandgefahr an. Die Kommunen rufen die Menschen dazu auf, wichtige Verhaltensregeln in den Wäldern zu beachten. Auch die Zoos stellen sich auf die hohen Temperaturen ein.

Hitze: Laut DWD wird das Wochenende sonnig und heiß. Am Samstag seien Maximalwerte zwischen 31 und 36 Grad zu erwarten, am Sonntag könnten in der Oberlausitz sogar 38 Grad erreicht werden. Das wäre deutlich mehr als die bisherigen Rekordtemperaturen. Der bisherige sächsische Spitzenwert für einen 18. Juni wurde laut DWD im Jahr 2002 mit 33,8 Grad in Leipzig gemessen. Der Höchstwert für einen 19. Juni stammt aus dem Jahr 2013. In Hoyerswerda wurden damals 34,2 Grad erreicht. Erst in der Nacht zum Montag sollen Schauer und Gewitter etwas Abkühlung bringen.

Wälder: Der Staatsbetrieb Sachsenforst erwartet am Wochenende die höchste Waldbrandwarnstufe 5 in den nördlichen Regionen des Freistaates. Am Sonntag soll zudem fast landesweit die zweithöchste Stufe 4 herrschen. Mehrere Landkreise wiesen am Freitag darauf hin, dass offenes Feuer im Wald generell verboten sei. Damit sei auch Rauchen tabu. Grillen und Lagerfeuer könnten ebenfalls mit Bußgeldern geahndet werden. Bei hoher und sehr hoher Waldbrandgefahr sollten die Wälder möglichst überhaupt nicht betreten werden.

Freibäder: Abkühlung können die Menschen in Sachsens Seen und Freibädern finden. Die Öffnungszeiten werden allerdings trotz Hitze nicht verlängert, wie etwa die Dresdner Bäder auf Anfrage mitteilten. Auch in Leipzig öffnen die sechs Freibäder nach Angaben der Sportbäder wie gewohnt. Die meisten Bäder haben von 10.00 Uhr bis 19.00 Uhr geöffnet, in einigen Schwimmbecken kann auch bis 21.00 Uhr geplanscht werden.

Zoos: Auch die Zoos reagieren auf die hohen Temperaturen und sorgen mit Rasensprengern oder auch mal mit einer Eisbombe für Erfrischung bei ihren Schützlingen. Für die Tiere sei das Wetter nichts Ungewöhnliches, aber natürlich bekämen sie die Möglichkeit, sich in den Schatten zurückzuziehen oder mit gekühlten Leckerbissen zu erfrischen, sagte eine Sprecherin des Leipziger Zoos. Generell sei die Tierhaltung im Sommer unkomplizierter als im Winter, weil im Zoo auch viele tropische Tiere lebten, hieß es im Dresdner Zoo.

Felder: Die Trockenheit macht auch der Landwirtschaft zu schaffen. Schon der Mai sei deutlich zu trocken gewesen, teilte das Agrarministerium mit. Durchschnittlich wurden nur etwa 55 Prozent des langjährigen Monatsmittelwertes an Niederschlägen gemessen. In den Landkreisen Nordsachsen und Leipzig sowie in den nördlichen Regionen der Landkreise Mittelsachsen, Meißen, Bautzen und Görlitz gebe es Anzeichen für Trockenstress bei landwirtschaftlichen Kulturen. Wassermangel schränkt das Wachstum der Pflanzen ein und lässt die Erträge schrumpfen.

Brände: Im Nachbarland Tschechien musste die Feuerwehr zu einem Waldbrand ausrücken. Bei Decin brannte es in einem schwer zugänglichen Gelände am Rande eines Felsens, wie ein Sprecher der Feuerwehr am Freitag mitteilte. Zum Einsatz kamen eine Höhenrettungsgruppe und ein Hubschrauber. Warum der Brand am späten Donnerstagabend ausbrach, war zunächst unklar. In Groß Düben (Kreis Görlitz) wurde am Freitagmorgen ein 26-Jähriger gestellt, der zuvor an drei verschiedenen Stellen Waldboden auf 10 bis 80 Quadratmeter in Brand gesetzt haben soll.

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