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Flüssen fehlt Wasser: Angespannte Lage an Schwarzer Elster

Ausgetrocknet ist ein Teilabschnitt des Flusses Schwarze Elster in Südbrandenburg. / Foto: Patrick Pleul/dpa/Archivbild
Ausgetrocknet ist ein Teilabschnitt des Flusses Schwarze Elster in Südbrandenburg. / Foto: Patrick Pleul/dpa/Archivbild

Wegen der anhaltenden Trockenheit und ausbleibender Niederschläge bleibt die Situation an den Flüssen Spree und Schwarze Elster angespannt. Eine länderübergreifende Expertengruppe hat deshalb weitere Maßnahmen zur Stützung von Gewässern getroffen, wie das Brandenburger Umweltministerium am Dienstag mitteilte. Vor allem die Lage im Gebiet der Schwarzen Elster ist prekär - oberhalb der Mündung der Rainitza in Senftenberg (Oberspreewald-Lausitz) bis nach Hoyerswerda (Bautzen) ist der Fluss den Angaben zufolge auf weiten Abschnitten bereits ausgetrocknet. Am Pegel Bad Liebenwerda (Elbe-Elster) führe der Fluss nur noch etwa 0,9 Kubikmeter Wasser pro Sekunde - der niedrigste Abfluss, der jemals an diesem Pegel festgestellt wurde. Die Minimalwerte der Trockenperiode 2018 bis 2020 wurden demnach unterschritten.

Die Ad-hoc-Arbeitsgruppe «Extremsituation» entschied, bis maximal 0,8 Kubikmeter pro Sekunde Wasser aus dem sächsischen Spreegebiet in das Flussgebiet der Schwarzen Elster überzuleiten. Somit soll die Stützung des Abflusses im Raum Senftenberg sowie des Einzugsgebiets Greifenhainer Fließ (Spreegebiet) weiterhin ermöglicht werden. In der Expertengruppe arbeiten die Länder Brandenburg, Berlin und Sachsen.

Die Stützung ab Senftenberg übernehmen weiterhin das Speicherbecken Niemtsch (Senftenberger See) und die vom Bergbausanierer LMBV betriebene Grubenwasserreinigungsanlage Rainitza. Aufgrund dessen und auch wegen hoher Verdunstungsverluste ist der Wasserstand des Speicherbeckens zuletzt um etwa vier Zentimeter pro Woche gefallen.

Die Spree wird im Süden Brandenburgs aus Speichern in Sachsen und von der Talsperre Spremberg gestützt. Die Reserven sind dem Umweltminsterium zufolge ausreichend, um bei Bedarf auch bis Ende September die Aufhöhung des Niedrigwassers zu gewährleisten.

Angaben über die Niederschläge in der Lausitz belegen die extreme Trockenheit: Bis zum 13. Juli sind an der Station Cottbus erst 8,8 Millimeter Niederschlag gefallen, das entspricht lediglich 13 Prozent der für Juli üblichen Menge von 67,4 Millimetern.

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