Die schweren Unwetter im Westen Deutschlands mit Dutzenden Toten haben auch in Sachsen Betroffenheit ausgelöst. «Die Sächsinnen und Sachsen mit ihrer noch jungen Erfahrung von zwei Jahrhunderthochwassern können gut verstehen, was es bedeutet, liebe Menschen zu verlieren oder Hab und Gut zerstört zu sehen», erklärte Umweltminister Wolfram Günther (Grüne) am Donnerstag in Dresden: «Die Zerstörungen, die die Fluten - in Sachsen in geringerem Maß als im Westen der Republik - angerichtet haben, sind erschütternd.»
Unwetter hatten am Mittwoch in Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz ganze Landstriche verwüstet, Orte von der Außenwelt abgeschnitten und Häuser weggespült. Mindestens 42 Menschen sind durch die Unwetter gestorben. In Rheinland-Pfalz werden noch Dutzende Menschen vermisst. «So eine Katastrophe haben wir noch nicht gesehen. Es ist wirklich verheerend», sagte Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD) am Donnerstag in Mainz.
In Sachsen wird seit Dienstagabend ein 53 Jahre alter Mann vermisst, den in Jöhstadt (Erzgebirge) eine Sturzflut mitgerissen hatte.